Hohlweg Haarth

Hohlweg Haarth
Der Hohlweg ist eine ganz besondere Art des Feldwegs. Er ist meist tief in das Gelände eingeschnitten. Eine „Hüll“ oder „Höll“ lässt sich auch im Untersiemauer Raum in Resten erkennen. Hier im Haarther Schrot kann man deutlich die einstige Verbindung von Coburg her erblicken.
Dieser Hohlweg führte vom Talgrund, Gemarkung Gemeindeschrot, den Berg hinauf über Lochgraben und Steinleinsschrot von Osten her nach Haarth hinein. Die Haarther nannten ihn Auweg, er wurde zuletzt benutzt, wenn die Wiesen im Itzgrund bei der Heuernte bearbeitet werden mussten. Der direkte Weg von Meschenbach über die Pappelallee, der ziemlich steil nach oben führt, wurde erst später gebaut.
Besonders ortsnahe Hohlwege wurden bei Vorliegen geeigneter geologischer Rahmenbedingungen zum Anlegen von Felsenkellern als Vorratsräume genutzt.
An den Flanken der Hohlwege siedeln sich Stauden und Gehölze an, die Kleintieren als Unterschlupf und Nahrung dienen. Darum locken Hohlwege abends und nachts Fledermäuse an, die hier Jagd auf Nachtfalter und andere Insekten machen. Für landwirtschaftliche Gebiete und Wälder sind Hohlwege oft eine ökologische Bereicherung.
Leider wurden viele dieser Hohlwege im Rahmen der Flurbereinigung oder aus anderen Gründen beseitigt oder zugeschüttet.